Hahnenkammsee

Schutz des Hahnenkammsees vor Sedimenteintrag und Verlandung als gemeinsame Aufgabe verschiedener Partner

Blick auf den Hahnenkammsee

Blick auf den Hahnenkammsee
© Verwaltung für ländliche Entwicklung

Der Hahnenkammsee wurde in den 70er Jahren angelegt als Ausgleichsmaßnahme für die in der Zeit durchgeführte Flurbereinigung. Der See dient seit dieser Zeit auch für Naherholung, Badebetrieb, hat Funktionen für die Wasserwirtschaft und prägt das Landschaftsbild in diesem stark ländlichen Gebiet. Der Badebetrieb war in den vergangenen Jahren stark eingeschränkt durch Blaualgenbefall, regelmäßig mußten Sedimente entfernt werden. boden:ständige Ziele sind hier eine ökologische Aufwertung der Zuflüsse, sowie die Reduzierung der Sediment- und Phosphor-Einträge durch eine enge Partnerschaft von Landwirten, Grundstückseigentümern, Gemeinden und Fachverwaltungen. Eine erhöhte Herausforderung stellt manchmal dar, dass zahlreiche Eigentümer und z.T. auch Bewirtschafter der Flächen selber nicht vor Ort leben. Aber ein großes Engagement von sowohl Bürgermeisterin, dennoch zahlreichen Landwirten als auch der Projektbetreuung beweisen, dass sie das kompensieren können.



Projektgebiet
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Gemeinden: Markt Heidenheim am Hahnenkamm, Gemeinden Westheim, Gnotzheim, Polsingen
Natur-/Produktionsraum: Trauf der südlichen Frankenalb
Größe: 30 km²

Projektlaufzeit
Beginn Oktober 2014

Ziele

  • Reduzierung der Bodenerosion aus landwirtschaftlichen Flächen
  • Schutz des Hahnenkammsees vor Sedimenteintrag und Verlandung
  • Ökologische Verbesserung des Gewässernetzes der Rohrach


Maßnahmenschwerpunkte
  • Beratung der Landwirte zur erosionsmindernden und bodenverbessernden Bewirtschaftung
  • Entwicklung einer Grüngutkompostwirtschaft zum Bodenerhalt
  • Umweltbildung mit allen Altersgruppen
  • Reduzierung des Sedimenteintrags in die Gewässer, auch unter Einbezug der hohen Anzahl an Fischteichen
  • Anlage von unterschiedlichen ingenieurökologischen Maßnahmen zur reduzierung der Nährstoffausträge aus dem Einzugsgebiet


Projektorganisation und Umsetzung
Projektträger: Amt für Ländliche Entwicklung, Ansbach

Projektpartner:
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weißenburg i. Bay.
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Uffenheim (Fachzentrum Agrarökologie)
  • Markt Heidenheim
  • Markt Gnotzheim
  • Gemeinde Westheim
  • Gemeinde Polsingen
  • Regierung von Mittelfranken, Wasserwirtschaft, Gruppe Landwirtschaft und Forsten
  • Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Weißenburg i. Bay.
  • Wasserwirtschaftsamt Ansbach
In den ersten Jahren wurde das boden:ständig-Projekt durch den Landschaftspflegeverband Mittelfranken betreut. Seit 2014 fanden zahlreiche Gespräche mit allen Beteiligten statt; es gab Aktionen zur Umweltbildung und Sensibilisierung und gemeinschaftlich wurde ein Weg gefunden, durch eine lokale Kompostierung den Anteil bodenstabilisierenden organischen Düngers zu erhöhen und damit einen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft zu unternehmen. Bis 2017 stagnierte das Projekt zuletzt etwas.
Mit dem neuen boden:ständig-Kollegen am Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, der die Projektbetreuung persönlich übernahm, kam wieder Schwung in die Sache. Denn vor Ort waren die Menschen nach wie vor bereit, weiteres zu unternehmen. Es wurden für zahlreiche Stellen einfache bis komplexe ingenieurökologische Maßnahmen konkretisiert, die in engagierter Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure nun sukzessive umgesetzt werden; flankiert von produktionsintegrierten Maßnahmen.

Projektstand
  • boden:ständig-Preis für die Gemeinde Heidenheim
  • Oktober 2018: Wiederherstellung des Kohlbrunnenbaches und Erhalt des Auenstreifens
  • August 2019: großes Bauprogramm mit 6 Baumaßnahmen quer über das Projektgebiet umgesetzt (Nachrichten zu den einzelnen Maßnahmen werden hier sukzessive ergänzt)


Kontakt

E-Mail: jakob.meier@ale-mfr.bayern.de

Jakob Meier
Koordinator boden:ständig Mittelfranken

Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken
Philipp-Zorn-Straße 37
91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981 591-371


Regierungsbezirk: Mittelfranken