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  • Schwimmbach

    Vier Gemeinden, Landwirte und das ALE Niederbayern – gemeinsam aktiv bei der modellhaften Umsetzung von Puffersystemen für einen niederbayerischen Tertiärbach

Vier Gemeinden, Landwirte und das ALE Niederbayern arbeiten zusammen an einem boden:ständig Projekt zur Verringerung von Nährstoffeinträgen in den Schwimmbach. Das Projekt ist eines von vier Projekten, die 2016 in Bayern mit dem Staatspreis ausgezeichnet wurden.
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner lobte die ausgezeichneten Projekte: „Sie haben in beispielhafter Zusammenarbeit maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet, um Bodenerosion und Nährstoffeinträge in unsere Gewässer nachhaltig zu verringern“.

Projektdaten

Projektgebiet
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Dingolfing-Landau, Rottal-Inn
Gemeinden: Marklkofen, Frontenhausen, Gerzen, Aham
Natur-/Produktionsraum: Unterbayerisches Hügelland
Größe: 3600 ha
Projektlaufzeit
Beginn: 2014

Ziele

  • Sehr hohe Sediment- und Nährstoffeinträge in den Schwimmbach und damit den Vilstalstausee infolge hoher Erosionsraten verringern
  • Pragmatische und übertragbare Analyse, Planungs- und Umsetzungsmethoden („Barfußmethode“) entwickeln
  • Ingenieurökologischen Maßnahmentypen für dezentrale Puffersysteme im Übergangsbereich zwischen landwirtschaftlichen Nutzflächen und Gewässern entwickeln
  • Maßnahmen auf der Basis einzelbetrieblicher Beratung beispielhaft umsetzen

Maßnahmenschwerpunkte

  • begrünte Abflussmulden
  • Pufferstreifen entlang von Bächen
  • Feuchtflächen für Wasserrückhalt und Sedimentation
  • Wiederherstellung von Retentionsräumen in Bachauen

Projektorganisation und Umsetzung

  • Angewandtes Forschungsprojekt des BZA in Kooperation mit vier Gemeinden, Landwirten und Fachbehörden
  • Fortführung als Modellprojekt unter Federführung des BZA und des ALE Niederbayern
  • Intensivierung eines Teilbereichs im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens „Ulrichschwimmbach“
  • Projektmanagement durch gemeinschaftlich agierendes Planungs- und Umsetzungsteam (ARGE Lenz/Karlstetter/Knogler)
  • Maßnahmenumsetzung auf der Basis intensiver einzelbetrieblicher Beratung
  • Anwendung verschiedenster Umsetzungsmodelle (Eigeninitiativen Landwirte/Kommunen, Ökokonto, Flurneuordnung, Landschaftspflegerichtlinie)

Projektstand

  • zweite Umsetzungsphase läuft derzeit an
  • Maßnahmenumsetzung im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens Ulrichschwimmbach läuft derzeit an
  • bislang große Akzeptanz bei allen Beteiligten
  • intensive Miteinbeziehung von Landwirten bei Problemanalyse, Planung und Umsetzung maßgeblich für den Erfolg
  • pragmatische, kostengünstige Maßnahmenumsetzungen entscheidend für Engagement der Gemeinden

Eigene Website:
http://modellprojekt-schwimmbach.eu/


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