Projektansicht
Der Ortsteil Birnbach der Marktgemeinde Schierling liegt in der äußersten Süd-West-Ecke des Landkreises Regensburg. Kurz vor der Ortschaft entspringt der Allersdorfer Bach, der immer wieder über die Ufer tritt. Derzeit wird bereits ein integrales Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept für den Allersdorfer Bach erstellt.
Die meisten Schäden bei Starkregen richtet jedoch wild abfließendes Wasser aus der westlichen und süd-östlichen Feldflur an. Wasser und mitgeführtes Erdreich ergießen sich in die angrenzende Wohnbebauung und verschmutzen Straßen, Kanalsystem und Gewässer. Bis zu 18 ha große Schläge und hoher Anteil an Mais und Hackfrüchte im Gebiet verschärfen die Situation.

Projektdaten

Projektgebiet
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Gemeinden: Schierling
Natur-/Produktionsraum: Naturraum Donau-Isar-Hügelland
Größe: 350 ha
Projektlaufzeit
2 Jahre, sukzessive Fortführung

Ziele

Die Ziele des Projektes sind:
  • Vermeidung/Reduzierung des Oberflächenabflusses aus der Feldflur und der damit verbundenen Einschwemmungen von Schlamm in die Ortschaften
  • Reduzierung der Hochwasserspitzen und innerörtlicher Ausuferungen des Allersdorfer Baches
  • Erosionsschutz und Nährstoffrückhalt auf den landwirtschaftlichen Flächen
  • Verbesserung der Gewässerqualität des Allersdorfer Baches
  • Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen für Rückhaltemaßnahmen so gering wie möglich halten

Maßnahmenschwerpunkte

  • Erosionsmindernde Bodenbearbeitung (z.B. Mulchsaat)
  • Verbesserung der Aufnahmefähigkeit des Bodens für Niederschlagswasser durch optimierte Bewirtschaftung
  • Überprüfung der Schlagstruktur unter Berücksichtigung der Feldfrüchte und Rückschlüsse auf ggf. notwendige Schutzmaßnahmen
  • Temporäre Rückhaltung des anfallenden Niederschlagswassers in den Teileinzugsgebieten
  • Integration von temporär wirksamen Rückhalteräumen in die landwirtschaftlichen Flächen, Vermeidung von großen technischen Bauwerken
  • Weitgehende Beibehaltung der landwirtschaftlichen Nutzung in den Rückhalteräumen auf Basis des Kulturlandschaftsprogramms
  • Nutzung vorhandener Strukturen, wie z.B. Straßengräben für die kleinflächige Rückhaltung des Niederschlagswassers in den Teileinzugsgebieten
  • Schaffung von Boden- und Landschaftsstrukturen, wie z.B. Hecken, Bodenmodellierungen, Ackerrainen etc. zur Verlangsamung des Niederschlagswasserabflusses in der Fläche

Projektorganisation und Umsetzung

  • Organisation des Projektes – Projektbeteiligte:
  1. Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz
  2. Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Regensburg
  3. Fachzentrum Agrarökologie am AELF Amberg, Wasserberater
  4. Wasserwirtschaftsamt Regensburg
  5. Markt Schierling
  6. Landschaftspflegeverband Regensburg e.V.
  7. Landschaftsplaner
  8. Landwirtschaftliche Berater
  • Das Amt für Ländliche Entwicklung ist Projektträger und Fördermittelgeber
  • Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fördert im Rahmen seiner bestehenden Förderprogramme die Einzelmaßnahmen bei den Landwirten und ist Projektträger für die landwirtschaftliche Fachberatung
  • Das Wasserwirtschaftsamt betreut fachlich und fördertechnisch (in der Umsetzung) das Projekt, bezogen auf den direkten Umgriff der Gewässer
  • Die Gemeinde Schierling ist Projekt- und Finanzierungsträger und unterstützt als Kommune die Umsetzung der Einzelmaßnahmen, insbesondere durch Flächenbereitstellung
  • Der Landschaftspflegeverband Regensburg ist Projektleiter und Koordinator der Planungs- /Beratungsleistungen sowie der Maßnahmenumsetzung
  • Landwirtschaftliche Berater sind vor Ort tätig und beraten Eigentümer und Bewirtschafter der Flächen in Hinblick auf Verminderung der Bodenerosion und Rückhaltung des Niederschlagswassers im Boden und in der Fläche
  • Landwirtschaftliche Berater vermitteln zwischen den Interessen der Landwirte und den Erfordernissen für einen optimalen Bodenschutz und den größtmöglichen Wasserrückhalt, insbesondere bei der Abstimmung des Flächenbedarfs
  • Informationen werden von landwirtschaftlichen Beratern an Landschaftsplaner weitergeleitet
  • Ergebnisse der Beratungen werden vom Landschaftsplaner mit dem Planungskonzept abgeglichen und konkrete Umsetzungsmaßnahmen entwickelt
  • Der Landschaftsplaner führt Bestandskartierung zu Wasser- und Erosionspfaden durch, verfasst erforderliche Bestandspläne und Berichte

Projektstand

  • Projektvorbereitung
  • Initiative kam von der Marktgemeinde Schierling, in der estehenden Gebietskulisse einen weiteren Schwerpunkt zu bearbeiten
  • Bei Vorgesprächen mit ALE und WWA wird der neue Schwerpunkt befürwortet.

Kontakt

Landschaftspflegeverband Regensburg e.V., Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg
Tel: 0941/4009-252
Email: lpv@landratsamt-regensburg.de
Netz: www.lpv-regesnburg.de