Projektansicht
Einer von drei neben dem Haubach gelegenen Trinkwasserbrunnen weist erhöhte Nitratwerte auf, was im Extremfall zur Schließung des Brunnens führen könnte und damit erhebliche Konsequenzen für die Wasserversorgung der Region hat. Es liegt die Vermutung nahe, dass eine oberflächennahe Verbindung zwischen dem Haubach und den Grundwasserbrunnen besteht. Auch im Haubach und den einleitenden Drainagen von den angrenzenden Feldern werden z.T. sehr hohe Nitratgehalte gemessen.

Projektdaten

Projektgebiet
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Gemeinden: Herbstadt, Aubstadt, Großeibstadt, Bad Königshofen
Natur-/Produktionsraum: Keuper-Hügelland
Größe: ca. 2800 ha
Projektlaufzeit
Beginn: 2017

Ziele

Das Ziel ist, den Nitratgehalt im Boden und dadurch die diffusen Stoffeinträge in den Bach zu verringern und somit den Nitratgehalt sowohl im Bach als auch im Brunnen zu senken.

Maßnahmenschwerpunkte

  • Maßnahmen zur Reduktion der diffusen Einträge durch oberflächige Abschwemmungen
  • Maßnahmen zur Reduktion der Einträge durch Einleitungen von belastetem Dränwasser
  • Maßnahmen zur Wasserspeicherung und zum Stoffrückhalt, z.B. Aufweitung mit Verkrautung von Gräben, Gewässerrenaturierung
  • Projekt Wasserschutzbrot: Verzicht auf die letzte Düngegabe zum Gewässerschutz
  • Informationsveranstaltungen für Landwirte und Gemeinden
  • Ausbreitung des Wildpflanzenprojektes zur Biogaserzeugung

Projektorganisation und Umsetzung

Im Auftrag des Amtes für ländliche Entwicklung Unterfranken wurde die Untersuchung des Projektgebietes und die Ausarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes auf die Agrokraft GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, übertragen.

Projektstand

  • Die Kartierungen (Bestand & Bewertung) sowie die Ausarbeitung möglicher Maßnahmen (Maßnahmenplan) sind abgeschlossen
  • Es haben mehrere Feldbegehungen mit Ortsobmännern und Landwirten stattgefunden.
  • Entlang des Haubachs und der Zuflüsse wurden auf einer Länge von 10 Kilometern Pufferstreifen angelegt.
  • Ein zweites Treffen mit den beteiligten Bürgermeistern hat am 29.11.2018 stattgefunden. Bei dem Treffen erklärten sich alle Bürgermeister dazu bereit, das Projekt in seiner weiteren Entwicklung zu unterstützen.
  • Nächste Schritte: Als nächstes müssen die Maßnahmenvorschläge auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden und Detailzeichnungen angefertigt werden. Gleichzeitig werden Gespräche mit den Eigentümern und Bewirtschaftern der Flächen stattfinden. Sobald feststeht, welche Maßnahmen umgesetzt werden können, werden die Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten mit den Kommunen und beteiligten Fachbehörden besprochen.

Kontakt

Michaela Stäblein
Agrokraft GmbH
Michaela.staeblein@agrokraft.de

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