Projektbezogene Nachricht
Sturzfluten sind in Mallmersorf kein Problem des 21. Jahrhunderts. Bereits zuvor sah man sich veranlasst, unter dem Dorf einen Regenwasserkanal zu verlegen. Mit 120 cm Rohrdurchmesser ist er groß genug, dass die Kinder des Dorfes ihn in der Bauzeit als Fahrradstrecke bespielten. Boden:ständig hätte man zu einer solchen Monsterröhre wohl nicht geraten, aber sie ist nun schon da und sollte dann auch ihre Funktion erfüllen.

Anlass / Problemstellung

Der Fluss, der bei Starkregen durch Mallmersdorf fließt (zuletzt 2018) erreicht die für ihn gebaute, riesige Röhre nur teilweise. Denn die Zuleitungen wurden weniger großzügig dimensioniert und bündig vergittert. Allein die Gitter bremsen den Wasserzustrom noch weiter. Wenn sie dann auch noch im Wasser mitgespültes Material ausrechen, verstopfen die Zuleitungen in kurzer Zeit vollständig. Der Kanal bleibt weitgehend leer. Im Sinne der Unterlieger ist das ein kleiner Gewinn, weil das Wasser auf der Dorfstraße etwas langsamer abläuft als im Rohr. Aber es ist ein großer Schaden für die Mallmersdorfer, wenn es seinen Weg von der Dorfstraße in die Häuser findet. Um zumindest das Verstopfen der Zuleitungen zu verhindern, hat ein Landwirt während der letzten Starkregen die Gitter entfernt. Das brachte eine gewisse Abhilfe, war aber lebensgefährlich für alle und vor allem den Landwirt selbst: Ein unglücklicher Ausrutscher - und man landet schlimmstenfalls im Hauptrohr. Dort können auf einem halben Kilometer Länge Fließgeschwindigkeiten von 10 km/h auftreten.

Umsetzung / Organisation

Die Gemeinde Train hat nun begonnen, die Zuläufe zum Regenwasserkanal mit Rechen auszustatten, die dem heutigen Stand der Technik entsprechen. An Stelle eine einfach vergitterten Schachtes über dem Regenwasserkanal wurde ein
  • allseitig anstömbarer Rechen
  • mit großer Oberfläche,
  • seitlicher Abschrägung,
  • Schlupf und
  • Revisionsöffnung
eingebaut.

Kosten / Finanzierung

Die Kosten tägt die Gemeinde Train.

Kontakt

fes@h-und-s.de