Es geht auch mit weniger

Größerer Schaden bei kleinerem Regen

Projekt: Ehekirchen

Sedimentfächer am Ortseingang von Schönesberg am Abend des 26. Juni 2020
© privat

Die Starkregen, die am letzten Juniwochenende 2020 am Alpenrand entlang zogen und in Südbayern vor allem in der Chiemseeregion Schäden anrichteten, waren nicht extrem, aber doch bemerkenswert: mit 21 mm/10 min (Pressebericht) oder 37 mm/h auf der Herreninsel (DWD RADOLAN) lagen sie etwa im Bereich 5jährlicher Wiederkehrwahrscheinlichkeit.

Dass aber schon ein nur halb so kräftiger Niederschlag in empfindlichen Lagen bei unzureichender Bodenbedeckung Schäden anrichten kann, zeigte sich 100 km weiter im Norden in Schönesberg, boden:ständig-Projektgebiet Ehekirchen.

Hier betrug die Regenmenge am Freitag, 26.06., maximal 17,3 mm/h. Das entspricht eher einer 1- als 2jährlichen Wiederkehrwahrscheinlichkeit. Dennoch gab es stellenweise massiven Oberflächenabfluss, Erosion und in Folge Schlammdeposition im Ort. Als erosionsanfällig aufgefallen ist die Lage bereits in der Vergangenheit. Eine Lösung des Problems mit dem Ziel, wenigstens bei häufigen Ereignissen Schäden zu vermeiden, steht noch aus.

29.06.2020

Regierungsbezirk: Oberbayern