Projektbezogene Nachricht
Unwetterartige Gewitterregen, die zu Bodenerosion und Überschwemmungen führen, nehmen immer mehr zu. Obwohl es bei uns in der Region im Jahr 2018 zu trocken war, wurde in den vergangenen Monaten fast täglich in den Medien berichtet, dass wieder in verschiedenen Teilen Deutschlands heftige Unwetter gewütet haben. Auch in Döberschütz und Fenkensees gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit Überschwemmungen.

Ein Lösungsansatz ist hier die Initiative „boden:ständig“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit starker Einbindung der Akteure vor Ort. Koordination und Prozessbegleitung in ausgewählten Projektgebieten erfolgen durch die Ämter für Ländliche Entwicklung. Zentrale Anliegen sind der Erosionsschutz durch Bremsen des Bodenabtrags auf und aus den Feldern sowie der Gewässerschutz durch Verringerung des Nährstoff- und Sedimenteintrags in die Gewässer.

Um den Dialog mit allen Projektbeteiligten am Laufen zu halten und damit möglichst viele solcher Umsetzungsmaßnahmen entstehen – das können Maßnahmen auf der landwirtschaftlichen Fläche, an den Gewässern sowie Strukturmaßnahmen in der Landschaft sein – hat das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken die BBV-Landsiedlung als Planer und Umsetzungsbegleiter für die Initiative “boden:ständig“ im Projektgebiet um Döberschütz und Fenkensees beauftragt. Im Rahmen einer Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung Döberschütz-Fenkensees II stellten sich Franz Knogler und Luka Repanis von der BBV-Landsiedlung als Ansprechpartner für die Initiative „boden:ständig“ im Projektgebiet Döberschütz-Fenkensees offiziell vor. Weitere Akteure im „boden:ständig“-Projekt sind neben den örtlichen Landwirten und der Gemeinde Seybothenreuth, Florian Wallner vom Fachzentrum Agrarökologie des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Wasserberater, sowie Barbara Dahinten vom Landschaftspflegeverband.

Alle Beteiligten nutzten die Gelegenheit und besichtigten eine Ackerfläche auf der eine Winterzwischenfrucht eingesät wurde. Im Herbst nimmt die Zwischenfrucht noch im Boden befindliche Nährstoffe auf und verhindert dass diese möglicherweise ins Grundwasser ausgewaschen werden. Somit wird ein aktiver Beitrag zum Gewässerschutz geleistet. Bei Minustemperaturen frieren die Pflanzen ab und ihre abgestorbenen Reste dienen dann als sog. Mulchschicht dem Erosionsschutz. Damit sorgen sie bis in das Frühjahr für eine schützende Bedeckung des Bodens. Neben Zwischenfrüchten sind Gewässerrand- und Erosionsschutzstreifen nur ein weiteres Beispiel wie Landwirte auf der Fläche sofort aktiv werden können noch bevor kleinere bauliche „boden:ständig“-Maßnahmen entstehen. Nähere Informationen und Beratung zu den Maßnahmen auf der Fläche gibt es bei den Wasserberatern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.


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