Projektansicht
  • Döberschütz-Fenkensees

    Abfluss bremsen – Erosion minimieren

Das „boden:ständig“-Projektgebiet erstreckt sich über die Ortsteile Fenkensees und Döberschütz, die in Talmulden liegen. In diesen Talmulden entspringen der Rostinggraben und der Mühlbach.

Bei Starkregenereignissen besteht vor allem in Döberschütz die Gefahr der Überschwemmung von Siedlungsbereichen.
Bedingt durch die Topographie entwässern die teilweise als Wasserabflussrinnen dienenden Flurwege in die besiedelten Talmulden. Somit kommt es zu einer Beschleunigung des Wasserabflusses und einer Verschärfung der Überschwemmungsproblematik. Es kommt zu einer Beschädigung der Wege, der landwirtschaftlichen Flächen und teilweise auch von Gebäuden.

Auf den Ackerflächen kommt es aufgrund der Hanglage zu Erosion. Dabei werden Bodenmaterial und Nährstoffe abgeschwemmt und gelangen zusammen mit dem abfließenden Oberflächenwasser in die Gewässer.
An den hauptsächlich ackerbaulich genutzten Hängen lassen sich vereinzelt Erosionsrinnen erkennen.

Ein Flurneuordnungsverfahren in Döberschütz und Fenkensees (Zweitverfahren) ist bereits angeordnet (Verfahren Döberschütz-Fenkensees II).

Projektdaten

Projektgebiet
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Gemeinden: Seybothenreuth
Natur-/Produktionsraum: Obermainisches Hügelland
Größe: ca. 580 ha
Projektlaufzeit
Ab 2018

Ziele

· Vermeidung von Überschwemmungen
· Erosionsschutz auf den landwirtschaftlichen Flächen
· Vermeiden von Sedimenteintrag in die Gewässer
· Entlastung des Gewässernetzes durch Wasserrückhalt in der Fläche

Maßnahmenschwerpunkte

· Schutz der Ackerflächen vor Erosion durch Bewirtschaftungsmaßnahmen
· Verbesserung der Wasseraufnahmefähigkeit der Böden durch optimierte Bewirtschaftung
· Temporäre Rückhaltung des Niederschlagswassers in der Fläche
· Schaffung von Strukturen in der Landschaft zur Verlangsamung des Abflusses und zum Rückhalt des Niederschlagswassers in der Fläche
· Ausfiltern des Sedimentmaterials aus dem abfließenden Oberflächenwasser
· Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen für Rückhaltemaßnahmen so gering wie möglich halten.
· Optimierung des Wegenetzes, damit Wege nicht als Abflussrinnen dienen

Projektstand

Umfangreiche Voruntersuchungen zur Erosions- und Hochwasserproblematik haben bereits stattgefunden, u.a. im Projekt „Landschaft VITAL“. Gemeinde und Landwirte haben die Problematik erkannt und in vielen Versammlungen und Arbeitskreisen bereits umfangreiche Vorarbeit geleistet.

Kontakt

Daniel Spaderna
Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken
Nonnenbrücke 7a
96047 Bamberg
Tel. 0951 837-411
Fax 0951 837-199
daniel.spaderna@ale-ofr.bayern.de
www.landentwicklung.bayern.de
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