Projektbezogene Nachricht
Verrohrungen sind aus Sicht der Anrainer praktisch
  • An der Oberfläche wird kein Platz verbraucht.
  • Im Gegensatz zu Gräben kann man sich auf verrohrten Kanälen frei bewegen.
  • Das Wasser im Rohr ist unsichtbar und wirkt damit weniger bedrohlich.
Aber Rohre sind fast immer die Schwachstellen bestehender Entwässerungssysteme
  • Wenn ein Rohr voll ist, ist es voll - bei einem Graben kann zwischen "voll" und "randvoll" noch ein entscheidender Unterschied von einigen 100 l/s sein.
  • Ein Graben kann auf ganzer Länge Wasser aufnehmen, Rohre nur an definierten Stellen.
  • Gerade die Einlaufpunkte in Verrohrungen verstopfen oftmals bei Starkregen als erste.
  • Wird das Wasser deshalb vom Straßengraben auf die Straße gedrückt. läuft es umso schneller.
  • Ist das Rohr verstopft, heißt es: spülen! Diese Form des Unterhalts ist mit einfacher Standardtechnik nicht mehr zu bewerkstelligen, sondern bedarf einer Feuerwehrübung oder anderer, entsprechend spezialisierter und damit teurer Gerätschaften.
  • Wenn ein Graben im Bereich von Zufahrten verrohrt ist, liegen die Rohre auf Grabenniveau. Durch die notwendige Überdeckung haben die Rohre unvermeidlich weniger Aufnahmevermögen als der Graben davor und danach.
Warum man aus boden:ständig-Sicht Rohre dennoch mögen muss
  • Manche Verrohrungen von Feldzufahrten in der Flur bremsen durch ihre geringen Durchmesser das Wasser wenigstens etwas ab.
  • Durch Rohre lässt sich am einfachsten ein unregulierter, aber definierter Drosselabfluss festlegen.


Erfahrungen

Eigentlich ist die Ortsentwässerung kein boden:ständig-Thema. Aber oft zeigt ein Seitenblick auf das örtliche Entwässerungssystem, dass ein planloser Ausbau der Entwässerung die wichtigere Schadensursache ist als der Regen. Der Markt Langquaid hat deshalb die Entwässerung der Flur an einer Stelle und die Ortsentwässerung (Regenwasserkanäle) an zwei Stellen korrigiert.