Planungs-/Umsetzungshilfe

Arbeitshilfen

Ausführung

Bei Reihenkulturen wie Zuckerrüben oder Mais bildet die Direktsaat den perfekten Schutz bezüglich Erosion. Der vorherige Zwischenfruchtbestand liefert einen Mulch, der bei der Direktsaat nahezu vollständig bleibt. Bei der Direktsaat wird nur in schmalen Streifen mit Scheiben durchgeschnitten und das Saatgut in den Boden abgelegt. In den letzten Jahren konnten mit Coulter-Scheiben gute Erfahrungen gemacht werden. Zu den herkömmlichen Mulchsägeräten können diese zusätzlichen Wellsechscheiben nachgerüstet werden. Diese Einzelscheiben durchschneiden vor dem Säaggregat den Mulch in einem ca. 2cm breiten Streifen. Die Standardausrüstung des Sägerätes muss dann nicht mehr Schneiden, sondern nur die Särille ausbilden. Dies funktioniert auch bei extrem hohen Massen an Mulch oder auch Weidelgras. Durch eine Mulchbedeckung von bis zu 80% ist der Boden optimal geschützt und Erosion kann nicht entstehen. Bei sehr starken Niederschlägen läuft aus diesen Flächen erst nach anhaltendem Regen auch Wasser raus, aber sauber ohne Bodenpartikel. Dieses Verfahren fordert in bestimmten Jahren den Einsatz von Glyphosat, da dieser Wirkstoff in der Diskussion steht, hängt die weitere Umsetzung von der Wiederzulassung ab. Betriebe mit wenig Gülle können diese auf den Getreideflächen im Frühjahr ausbringen und den Mais mineralisch Düngen, wenn hohe Güllemengen vorhanden sind, muss entweder Gülle abgegeben werden, oder stattdessen die Mulchsaat wählen.