Planungs-/Umsetzungshilfe

Arbeitshilfen

Ausführung
  • Ausreichende Kalkversorgung
    Um die Wasseraufnahmefähigkeit sicherstellen zu können und die erosive Anfälligkeit zu reduzieren ist auf eine ausreichende Kalkversorgung zu achten. Gut mit Kalk versorgte Böden können Ton-Humus-Kolloide bilden, die sehr stabil sind und durch ihre Größe das Krümelgefüge fördern. Gut versorgte Böden können laut Untersuchungen viel mehr Wasser aufnehmen und verschlämmen nicht. Dies ist eine wichtige präventive Maßnahme für den Erosionsschutz
  • Streifenfrässaat
    Eine Interessante Alternative für die Direktsaat von Mais in einen Kleegrasbestand ist die Frässaat. Dabei wird ein ca. 20cm breiter Streifen gefräst, in den der Mais gesät wird. Dazwischen bleibt der Kleegrasbestand stehen und bringt so den Erosionsschutz. Zu achten ist allerdings, dass die Reihen möglichst quer zum Hang gefräst/gesät werden, da es in Einzelfällen dazu kam, dass der gefräste Streifen erodierte. Durch dieses Verfahren ist wiederum keine flächige Bodenbearbeitung nötig.
  • Streifenlockerung
    Eine ähnliche Möglichkeit zur Streifenfrässaat ist die Streifenlockerung. Dabei wird mit einem Zinken oder Scheiben ein Streifen gelockert, auf dem der Mais gesät wird. Dieses Verfahren ist allerdings nur auf schüttfähigen Böden zu empfehlen, da bei schweren Böden der Bodenschluss nicht mehr sicherzustellen ist. Dabei gibt es die Möglichkeit den Boden im Herbst zu lockeren, um dann im Frühjahr mit RTK-GPS- Lenksystem, auf die Streifen zu säen. Die andere Möglichkeit ist das Lockern im Frühjahr mit evtl. gleichzeitiger Gülleinjektion in den Lockerungsstreifen. Diese beiden Verfahren sind in hängigen Gebieten fast unmöglich umzusetzen.
  • Bodendruck reduzieren
    Bei der Saat von Reihenkulturen spielt der Bodendruck eine sehr wichtige Rolle. Verschiedene Starkniederschlagsereignisse zeigten, dass die Erosion meist in den Fahrspuren begonnen hat, da bei hohen Bodendrücken die Oberfläche so verdichtet wird, dass kein Wasser infiltrieren kann. Wichtig wäre hier größtmögliche Bereifungen zu wählen und den Reifenluftdruck zu reduzieren.