Projektbezogene Nachricht
Im Zuge des seit Mitte März 2019 laufenden boden:ständig-Projektes „Bad Berneck – Bindlach – Goldkronach“ konnten durch Sofortmaßnahmen bereits erste Erfolge im Bereich Boden- und Wasserschutz verzeichnet werden. In der im südlichen Untersuchungsgebiet gelegenen Flur Nemmersdorf kam es in einem direkt an einen stark geneigten Ackerschlag angrenzenden Wohngebiet schon in der Vergangenheit mehrfach zu Überschwemmung. Hierbei strömt das stark mit Sediment befrachtete Wasser nicht nur direkt vom Ackerschlag (im Bild 1 links angrenzend), sondern auch aus Richtung eines oberhalb gelegenen Schotterweges in Richtung Siedlungsbereich (Fließrichtung entlang des Weges in Richtung Ortskern).

Das letzte Erosionsereignis fand Ende September 2018 statt. Daraufhin wurden auf Initiative des 1. Bürgermeisters der Stadt Goldkronach, Herrn Holger Bär, Sofortmaßnahmen ergriffen. Die entlang des Schotterweges verlaufenden Gräben wurden geräumt und gleichzeitig wurden kleine bis mittlere, aus Diabasblöcken (ortsübliches Gestein) bestehende Schwellen eingebaut, um die Abflussgeschwindigkeit des Wassers herabzusetzen. (siehe Bild 2)

Da es vor September 2018 mehrfach zu ähnlichen Erosionsereignissen kam, hatte der Wasserberater des AELF Bayreuth, Herr Florian Wallner, bereits vor diesem Starkregen mit den Nutzern der Fläche, die Landwirte Popp jun. und sen., Kontakt aufgenommen. Herr Wallner hatte die Flächennutzer aufgrund des sehr hohen Erosionsrisikos auf dieser aktuell als Ackerland genutzten Fläche dahingehend beraten, eine über die gesamte Vegetationsperiode reichende Bodenbedeckung zu gewährleisten.
Da vorerst keine Einigung zu erreichen war, initiierte Herr Bürgermeister Bär ein Mediationstreffen, an dem sowohl er als auch der Nutzer sowie die Geschädigten und der Wasserberater teilnahmen. Die Leitung dieses Termins wurde dem Planer des boden:ständig-Projektes „Bad Berneck – Bindlach – Goldkronach“, Herr Dr. Michael Link, übertragen. (Bild 3)

Nach erfolgter Begehung der Fläche und ausführlicher Diskussion wurde eine Lösung gefunden, um bereits in 2019 Sofortmaßnahmen auf der Fläche einzuleiten (siehe Bild 4).
Wie der rote Pfeil auf der Maßnahmenkarte zeigt, sind jedoch noch weitere, wasserrückhaltende Maßnahmen notwendig, um die Gefahr einer Überflutung bei Starkregen zu minimieren. Der zwischen dem Elbersacker und dem Wohngebiet verlaufende Teerweg verfügt über keinen Graben. Das Wasser wird vom oben angrenzenden Schotterweg nur über eine Rohrleitung aufgenommen, welche bei einem Starkregenereignis die Wassermassen nicht ausreichend fassen kann. Außerdem wäre es angeraten, in dem Dreieck zwischen dem Elbersacker und der Teerstraße ein Wasserrückhaltebecken einzubauen.

Die weiteren Maßnahmen werden im Zuge des erst seit zwei Monaten laufenden boden:ständig-Projekts „Bad Berneck – Bindlach – Goldkronach“ betrachtet und umgesetzt.

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