Erosionsschutz in Reihenkulturen - Fachexkursion

Boden ist das kostbarste Gut und hat deshalb höchste Priorität. Durch Erosion (Wind & Wasser) ist dieses Gut gefährdet. Die Bodenerosion stellt neben der Inanspruchnahme von Agrarflächen für außerlandwirtschaftliche Zwecke die derzeit größte Gefährdung der Böden dar. In Bayern sind Ackerflächen insbesondere von Wassererosion betroffen. Aufgrund des Klimawandels nehmen Wetterextreme immer mehr zu. Durch Dürreperioden oder Starkregenereignisse wird wertvoller Boden abgetragen und die Bodenfruchtbarkeit leidet darunter. Durch gezielte Maßnahmen kann man Erosion vermeiden. Bspw. Erosionsschutzstreifen als begrünte Fläche unterschiedlicher Breite auf Ackerflächen helfen in erosionsgefährdeten Lagen den Abtrag wertvollen Humus zu unterbinden. Durch ihre stabile Grasnarbe und durchgängige Bodenbedeckung dienen sie dem Bodenschutz. Langzeitmessungen auf Dauerbeobachtungsflächen in Deutschland zeigen, dass jedes Jahr im Schnitt 1,4 bis 3,2 Tonnen Boden pro Hektar verloren gehen. Regionale Verluste von bis zu 50 Tonnen pro Hektar und Jahr sind möglich. Letzteres entspricht einem Bodenverlust von ca. 5 mm pro Jahr. Je nach Bodenbeschaffenheit, kann dies den nahezu vollständigen Verlust der fruchtbaren Ackerkrume bedeuten. Möglichkeiten, Umsetzungsstrategien, Hilfsmittel etc. sollen in der Veranstaltung erörtert werden.
Das Ziel der Exkursion ist die Vernetzung und Diskussion zwischen Berater*innen, Forscher*innen, interessierten Praktiker*innen und weiteren
Multiplikator*innen im ökologischen Landbau.

Weitere Informationen: Siehe Programm u. Anmeldung (downloadbereich unten)

Beginn: 06.08.2021 10:00 Uhr

Ende: 06.08.2021 16:00 Uhr

Veranstaltungsart: Fachexkursion von LfL u. LKP-Biokreis

Ort: Mooshenning+Pilsting (genauere Angaben nach Anmeldung)

Regierungsbezirk: Niederbayern