Projektbezogene Nachricht
Besonders bei Kartoffeln scheint es bisher noch schwierig zu sein, Zwischenfrüchte und Mulchsaat als bodenschonende Bewirtschaftungstechniken anzuwenden. Dabei wäre es hier besonders wichtig.
Das betonte auch Johannes Hebauer, Behördenleiter des Landwirtschaftsamtes Regensburg, bei seiner Begrüßung zum Mulchsaat-Tag am 05.06.2018 in Petzkofen, zu dem das Amt in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Regensburg, dem Erzeugerring Oberpfalz und dem Fachzentrum Agrarökologie Amberg geladen hatte. Auf das Feld von Ludwig Lichtinger waren gut 30 interessierte Kartoffelbauern gekommen, um das Ergebnis der Mulchsaat des Vorjahres in Augenschein zu nehmen und ausführlich zu diskutieren.
Bürgermeister Jurgovsky war erfreut ob des großen Interesses und betonte, dass die Überschwemmungen und Verschlammungen, wie sie in Niederhinkofen und Hellkofen bei Starkregen schon passiert seien, auf allen Ebenen angepackt werden müssen.
Martina Prielmeier vom Landschaftspflegeverband, die das Projekt im Auftrag des Amtes für Ländliche Entwicklung koordiniert, war begeistert von der Entwicklung der bodenschonenden Mulchsaat über die letzten beiden Jahre im Gebiet. Nach Abschluss der Bestandsanalyse sei man nun daran, besondere bauliche Lösungen direkt mit den Landwirten zu diskutieren. Und auch hier seien die Landwirte sehr kooperativ. Prielmeier bedankte sich besonders beim Landwirt Ludwig Lichtinger, der sofort bereit gewesen sei, schon im Vorjahr sieben verschiedene Zwischenfrucht-Mischungen auszubringen. Er holte auch Thomas Koller ins Boot, einen Pionier der Kartoffel-Mulchsaat aus Niederbayern.
Und so entstand ein angeregter Austausch zwischen den Fachexperten: Josef Rupprecht vom Fachzentrum Agrarökologie, Sebastian Betz, Kartoffelexperte des Erzeugerrings und den zahlreich erschienen Praktikern. Es war spürbar, dass die Brisanz des Themas ist bei den Landwirten angekommen ist. In der Diskussion ergaben sich viele lohnende Ansatzpunkte, die die Landwirte nun zu Hause in ihren Betrieben einfließen lassen können.
So ist man dem Ziel des Boden- und Gesässerschutzes und dem Schutz vor Schlamm auf Straßen und in Siedlungen wieder ein Stück näher gekommen.