Projektbezogene Nachricht
Bewirtschafter, Gemeinde und das Planungsbüro Fetsch-Landschaftsarchitekten haben in enger Zusammenarbeit ein Maßnahmenkonzept für das boden:ständig Projekt Pichlberg entwickelt. In diesem Planwerk werden 5 bauliche Maßnahmen beschrieben, die im Zusammenwirken mit Bewirtschaftungsanpassungen auf den landwirtschaftlichen Flächen die Erosions- und Überschwemmungsproblematik in Pichlberg verringern sollen. Die baulichen Maßnahmen werden auf dem Lageplan im Anhang dargestellt.
Die Einleitung eines Flurneuordnungsverfahrens zum Umsetzung der Maßnahmen steht als nächster Schritt an. Im Folgenden ein Auszug aus dem Erläuterungsbericht des Planungsbüros:

„Aufgrund der Ergebnisse zum Abfluss von Niederschlagswasser und den Transportwegen von Erosionsmaterial aus den Einzugsgebieten wurden 5 Maßnahmen entwickelt, die dem Rückhalt von Wasser und Sedimenten dienen.

In Zusammenhang mit der Arbeit der landwirtschaftlichen Berater, die den bewirtschaftenden Landwirten Methoden der Erosionsvermeidung und des Wasserrückhaltes auf den Feldern vermitteln, können die Überschwemmungsprobleme mit großen Mengen von schlammigem
Wasser in der Ortschaft minimiert werden. Ein weiterer Effekt der geplanten und bereits praktizierten Maßnahmen ist die Verringerung der Einleitung von Wasser und Sedimenten die Kanalleitungen.

Die geplanten baulichen Maßnahmen nord-westlich der Ortschaft sind so konzipiert, dass sie sich in die Ortsumgebung einfügen, Niederschlag und Sedimente nahe dem Entstehungsort zurückhalten und das Landschaftsbild nicht beeinträchtigen, sondern aufwerten.
Durch die Kombination von Maßnahmen der Bewirtschaftungsanpassung auf den landwirtschaftlichen Flächen und in die Landschaft integrierte bauliche Maßnahmen kann mit boden:ständig ein flächensparendes Ergebnis zum Überschwemmungs- und Siedlungsschutzerreicht werden.

Einwohner, Eigentümer und Bewirtschafter von landwirtschaftlichen Flächen haben zusätzliche Vorschläge für Maßnahmen zur Reduzierung des Abflusses und der gezielten Wasserleitung unterbreitet. Die Vorschläge und die geplanten Maßnahmen wurden in den Informationsveranstaltungen diskutiert und weiterentwickelt.“