Projektbezogene Nachricht

Anlass / Problemstellung

Die westlich und südlich des Wimmer Grabens intensiv genutzten Wiesenflächen werden durch ein umfangreiches Netz aus Dränagen entwässert, deren Sammler in die vorhandenen Gräben münden. Insbesondere bei größeren Niederschlagsereignissen gelangt so Dränwasser, das mit gelöstem Phosphor belastet ist, bis in den Waginger See. Im Rahmen der Problemlöstung sollte zugleich ein Feuerlöschteich für die Ortschaft Parschall angelegt werden.

Vorbereitung / Planung

Um die Phosphoreinträge in den Waginger See zu reduzieren, wurden vorhandene Dränleitungen aufgegraben, um das Wasser über Schächte und neue Rohrleitungen im Süden in eine Abfluss-/Sickermulde sowie im Südwesten in ein Sickerbecken mit anschließenden Abfluss- und Sickermulden umzuleiten. Wasser, das nicht versickert, wird in Richtung des vorhandenen Grabens verrieselt. Der insbesondere bei Starkregen im Oberflächen- und Dränabfluss enthaltene partikuläre Phosphor wird durch die Vegetation ausgekämmt. Bei der Versickerung kann gelöster Phosphor im Boden festgehalten werden. Überschüssiges Wasser aus dem Sickerbecken (max. Wassertiefe 40 cm) sowie Niederschlagswasser aus den westlichen angrenzenden Hangflächen fließt über eine Mulde in Richtung eines Rückhaltebeckens ab, das die Freiwillige Feuerwehr Nirnharting als Feuerlöschteich nutzt (da kein anderer Standort verfügbar war). Der geplante Feuerlöschteich weist eine maximale Wassertiefe von 2,0 m auf.

Umsetzung / Organisation

Planung und Umsetzung der Maßnahme im Auftrag der Teilnehmergemeinschaft des Verfahrens Waginger-Tachinger See. Fertigstellung im Frühjahr 2018. Die Baukosten des Feuerlöschteichs übernahm der Markt Waging a. See.

Kosten / Finanzierung

Die Baukosten der Sicker-/Abflussmulden einschließlich der Schächte und Rohrleitungen sowie des Sickerbeckens betrugen 69.445 € (einschl. MwSt., ohne die Kosten des Feuerlöschteichs).

Kontakt

Anton Lenz info@ingbuero-lenz.de

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