Projektbezogene Nachricht

Anlass / Problemstellung

Durch ein System aus Abflussmulden und 2 Rückhalte- bzw. Sickerbecken soll verhindert werden, dass bei Starkregen große Mengen an belastetem Niederschlagswasser ungepuffert in den Zufluss zum Laubenbach gelangen (Schaffung von insgesamt 295 cbm Rückhaltevolumen in den beiden Becken). Zum anderen wird im Zufluss mitgeführter partikulärer Phosphor (vorwiegend aus Gülleabschwemmungen) durch Auskämmen und Absetzen (unterstützt durch Gras- und Röhrichtbestände) sowie durch Versickerung (Festlegung im Boden) zurückgehalten.

Vorbereitung / Planung


Das Grabenwasser wird in eine breite grasbewachsene Abflussmulde (Sohlbreite 2,0 m, Tiefe 0,3 m, Länge ca. 77,5 m) umgeleitet. Der vorhandene, temporär wasserführende Wiesengraben wurde dazu auf ca. 3 m Länge verfüllt. Über diese Mulde fließt das Wasser jetzt zunächst in das Becken 1. Eine weitere Abflussmulde (Länge ca. 15,5 m) verbindet dieses Becken mit einem zweiten Becken. Die Neigung der Beckenböschungen beträgt 1 : 2. Überschüssiges Wasser fließt aus Becken 2 breitflächig über die Dammkrone in Richtung des Zuflusses zum Laubenbach ab. Die Abflussmulden wurden abschnittsweise mit örtlich vorhandenen Grassoden abgedeckt zur Verhinderung von Erosionsschäden.
Die ebenen Beckensohlen wurden mit Röhricht (Schilf/Phragmites communis und Breitblättrigem Rohrkolben/Typha latifolia) bepflanzt (insgesamt 4 Stück/qm), um die Sickerleistung auf Dauer aufrecht zu erhalten sowie um den Phosphor auszukämmen und dessen weiteren Austrag zu verhindern.

Umsetzung / Organisation

Planung und Umsetzung der Maßnahme im Auftrag der Teilnehmergemeinschaft des Verfahrens Waginger-Tachinger See. Fertigstellung im Frühjahr 2018.

Kosten / Finanzierung

Die Baukosten einschließlich MwSt. betrugen 22.516 €.

Kontakt

Anton Lenz info@ingbuero-lenz.de

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