Über uns
Eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Projektträger: Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung


Das Machbare jetzt tun!

Landwirtschaftlich nutzbare Flächen sind weltweit eine knappe Ressource, nur rund 11 % der Landflächen sind ackerbaulich nutzbar.
Dennoch geht jedes Jahr Boden durch Umnutzung oder Übernutzung verloren.
In Bayern gibt es eigentlich viele langfristig gut nutzbare Böden – aber auch hier besteht mittlerweile großer Handlungsbedarf. Wertvollen Boden nicht zu überbauen ist dabei eine wichtige Maßnahme. Genauso wichtig ist es aber, den Verlust von Boden und Nährstoffen durch nicht angepasste landwirtschaftliche Nutzung in der gesamten Fläche zu verringern. Falscher Umgang mit der Ressource „Boden“ ist eine der wichtigsten Ursachen für die Probleme im Stoff- und Wasserhaushalt unserer Landschaften, die immer mehr Gemeinden und Landwirte beschäftigen.
Eine zweite Ursache entstand im Zuge einer massiven Veränderung unserer Kulturlandschaften: Wir haben sie im Laufe der Jahrzehnte auf maximalen Abfluss getrimmt. Jeder Tropfen Regenwasser wird so schnell wie möglich über Drainagen und Gräben abgeleitet. Und mit ihm Boden und Nährstoffe. Unsere Landschaften sind zum „Auslaufmodell“ geworden.
Was auf der einen Seite verloren geht, führt auch auf der anderen Seite zu Problemen: Die Bäche verschlammen und werden mit Nährstoffen überfrachtet. In Deutschland kommen zum Beispiel heute bereits rund zwei Drittel Phosphateinträge in die Fließgewässer aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auch wirtschaftlich ein Unsinn. Nachhaltige ökologische und ökonomische Landnutzung sieht anders aus!
Und damit sind wir bei einer dritten Ursache: Strukturarme Bäche, abgeschnitten von ihren Auen, haben wenig Kraft Nährstoffe zu verarbeiten und mit zusätzlichen Belastungen umzugehen. Auch hier haben wir in den letzten 100 Jahren manches zu einseitig verändert.
Boden ohne Fürsorge, Landschaft als Auslaufmodell, Bäche ohne Kraft -drei Problembereiche in denen zugleich gehandelt werden muss, um zum Erfolg zu kommen.
Genau hier setzt Initiative boden:ständig an.

Selbst aktiv werden mit der bayernweiten Initiative boden:ständig

Nachhaltiger Boden- und Wasserschutz lässt sich nicht durch kurzfristigen Aktionismus erreichen. Es braucht dafür einen langen Atem. Die Initiative boden:ständig möchte erreichen, dass immer mehr Menschen in einer Region beim Boden- und Gewässerschutz selbst aktiv werden. Unter Fachleuten sind seit langem viele Lösungen bekannt und bewährt. Wir haben somit eigentlich kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit!
In „boden:ständig“ geht es um die Menschen, die zutiefst mit ihrer Heimat verbunden sind und die sich aus diesem Grund auch für einen sorgsamen Umgang mit ihren Lebensgrundlagen Boden und Wasser einsetzen.
Es geht von Anfang an um das „Voneinander - Lernen“. Nicht die Planung, sondern das „Miteinander - Gestalten“ steht im Mittelpunkt. „boden:ständig“ – Projekte entstehen immer dort, wo fachlicher Bedarf gesehen wird und engagierte Menschen vor Ort – unter den Landwirten und bei den Gemeinden – selbst aktiv werden wollen.
Menschen, die gestalten wollen, bekommen die notwendige Unterstützung. Das ist Aufgabe der Ämter für Ländliche Entwicklung und der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Sie fördern gezielt Menschen, die sich engagieren und mutig Neues ausprobieren. Sogenannte Umsetzungsteams informieren, schaffen Vertrauen, erzeugen Akzeptanz, unterstützen engagierte Menschen vor Ort, erarbeiten mit ihnen zusammen maßgeschneiderte, schnelle Lösungen. Sie erzeugen somit eine positive Stimmung und machen den „Boden - und Wasserschutz“ zum Dauerthema in der Region.
Unterstützung geben – Wertschätzung gewinnen – Freiräume für unternehmerische Menschen schaffen – Potenziale entwickeln. So entsteht neue Motivation, so werden immer mehr Menschen zum Mitmachen anregt, so entstehen immer wieder zusammen mit Landwirten und Gemeinden maßgeschneiderte, wirkungsvolle Lösungen vor Ort.
Diesen Prozess zum Schutz von Boden und Wasser in Gang zu setzen und am Laufen zu halten, ist die Aufgabe von boden:ständig.

Hierzu: Regierungserklärung von Landwirtschaftsminister Brunner am 1. Juli 2014

Kontakt
Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung
Sachgebiet Landespflege und Landnutzung
Norbert Bäuml, Bereich Zentrale Aufgaben
Infanteriestraße 1
80797 München
Tel +49 89 1213 - 1540
Fax: +49 89 1213 - 1506
info@boden-staendig.eu
www.boden-staendig.eu