Projektansicht
Ziel des Projektes ist der dezentrale Hochwasserschutz. Zunächst werden Brennpunkte festgelegt. Wichtig für die Planung und Umsetzung von konkreten Maßnahmen ist die Akzeptanz bei den beteiligten Anwohnern, Eigentümern und Behörden, die durch unterschiedlichste Maßnahmen gesichert wird: Einzelgespräche, Nachbearbeitung von Ortsversammlungen und Presseberichte.

Projektdaten

Projektgebiet
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Gemeinden: Gemeinde Haag a.d. Amper, Stadt Moosburg, Gemeinde Wang, Gemeinde Zolling
Natur-/Produktionsraum: Ampertal und Donau-Isar-Hügelland
Größe: Einzugsgebiet (ca. 1377 ha)
Projektlaufzeit
Beginn: März 2015

Ziele

Analog zur Vorgehensweise im Projektgebiet Thalhauser Graben, der ebenfalls im LK Freising liegt, werden auch am Ambacher Bach Handlungsfelder (Brennpunkte) identifiziert. Neben dem vorhanden Kartenmaterial, ist die Informationsgrundlage die erste Runde der einzelbetrieblichen Gespräche mit Anwohnern ( Nachbearebitung der Ortsversammlung), sowie die Zusammenarbeit mit den kommunalen Vertretern im Projektgebiet. Grundsätzliche Ziele sind:
  • Verbesserung des Hochwasserschutzes für Siedlungsbereiche (z.B. Niederambach)
  • Verbesserung der Anbauverfahren in der Landwirtschaft hinsichtlich des Schutzes von Boden und Gewässer
  • Verbesserung des ökologischen Zustandes des Gewässers

Maßnahmenschwerpunkte

Auch hier gilt, dass eine pragmatische Maßnahmenumsetzung oberste Priorität für erfolgreichen dezentralen Hochwasserschutz besitzt. Das heißt, der Fokus der Maßnahmenumsetzung liegt auf den identifizierten Handlungsfeldern (Brennpunkten). Hier werden abhängig von der jeweiligen Problemstellung, entweder punktuelle Maßnahmen oder flächige Maßnahmen favorisiert. Entscheidend für die Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen ist zudem, die Akkzeptanz der beteiligten Anwohner, Eigentümer und Behörden.
  • Beratung für Landwirte zur Umsetzung von flächigen Maßnahmen (z.B. Zwischenfruchtanbau, Mulchsaat, Untersaat), die den Rückhalt von Boden, Wasser und Nährstoffen verbessern
  • punktuelle Maßnahmen, insbesondere zum Rückhalt von Wasser (z.B. Retentionsraum)
  • Renaturierung des Gewässers, insbesondere hinsichtlich der fortgeschrittenen Tiefenerosion

Projektorganisation und Umsetzung

Nach der klaren Zuteilung eines Ansprechpartners für das Projektgebiet, konzentriert sich das Projektteam mit seinen jeweiligen Kompetenzen auf die identifizierten Bennpunkte ( 6 Handlungsfelder, siehe Karte). Diese präzisen Teilbereiche des Projektgebietes, die eine Schlüsselsstellung im Projektgebiet inne haben, sind im Fokus der zukünftigen Arbeit am Ambacher Bach. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit beteiligten Gundstückeigentümern (und Anwohnern) wurde durch diese Fokusierung insofern bessser, als durch die Partizipation bei der Identifizierung dieser Brennpunkte eine gemeinsam erarbeitete Arbeitsgrundlage geschaffen werden konnte. Zugleich hat sich der Kreis, der am Projekt potentiell beteiligenten Gundstückeigentümer, signifikant verkleinert. Zu guter letzt, wurde das relativ große und damit abstrakte Projektgebiet auf konkrete Handlungsfelder begrenzt, deren Handlungsbedarf klar definiert ist und deren Lage prägnant kommuniziert werden kann. Dies ist umso wichtiger als am Ambacher Bach am Oberlauf kein Gewässerentwicklungsplan vorliegt. Es gilt:
  • Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das Projektteam arbeitet in enger Abstimmung mit allen betroffenen Gemeinden, Grundstückseigentümern und den zuständigen Fachbehörden.
  • Auftraggeber: Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern
  • Projektträger: Landschaftspflegeverband Freising e.V.
  • In Zusammenarbeit mit: ECOZEPT GbR Freising (http://www.ecozept.de), Planungsbüro Ruhlandschaft (http://ruhlandschaft.de), Behörden (z.B. AELF Erding und Pfaffenhofen), Kommunen, Verbänden, Privatpersonen

Projektstand

Nach der Identifizierung der konkreten Handlungsfelder im Projektgebiet, werden nun Gespräche bzgl. potentieller Maßnahmen und deren Umsetzung, mit den entsprechenden Anwohnern und Eigentümern geführt. Gleichzeitig werden durch das Projektteam die Behörden und Ämter informiert, deren Mitarbeit bei der Umsetzung zukünftiger Maßnahmern unerlässlich sein wird. Durch PR Maßnahmen wird der Handlungsdruck weiter erhöht. Dies geschieht mittels Kommunikation des Handlungsbedarfs und durch Partizipation der Anwohner insbesondere im Bereich der Brennpunkte. Durch Absprache mit den relevanten Behörden (Januar 2016) soll die Bearbeitung von Maßnahmenanträgen erleichtert werden (siehe auch Thalhauser Graben Maßnahme Koordination der Umsetzung) Es gilt:
  • Akzeptanz bei den Landwirten und Gemeindevertretern ist gut.
  • Akzeptanz in der Bevölkerung wird durch Pressearbeit laufend verbessert.
  • Betriebliche Einzelgespräche werden geführt, um in den Handlunsgfeldern die Umsetzung von Maßnahmen voranzutreiben.
  • Planung für konkrete Maßnahmenumsetzung in den Brennpunkten ab 2016

Kontakt

Katharina Schmieglitz,
ALE Oberbayern

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